DAS GEBÄUDE

SBB-Lokomotivdepot in Lausanne (1911)

ARCHITEKTUR IM DIENST DES EISENBAHNERBES

Die Gründung des Schweizerischen Museums für Live-Dampf-Modellbau, im Herzen des Schweizer Vapeur Parc, ist eine echte architektonische Herausforderung. In die Gesamtentwicklung des 2014 errichteten Erweiterungsbereichs des Parks integriert, ist das Museum heute das größte Gebäude hinsichtlich seiner Dimensionen und entspricht dabei dem Dekor und der architektonischen Identität des Ortes.

Der Museumskomplex ist um ein 300 m² großes Gebäude herum errichtet, ergänzt durch einen Außenbereich zur Heizung von Dampflokomotiven, ein Bündel Gleise vor dem Gebäude und eine Drehscheibe. Dieser Komplex ermöglicht das Rangieren, die Sortierung von Rollmaterial und den direkten Zugang zum Schweizer Schienennetz Vapeur Parc.

Der Entwurf des Gebäudes hat sich bemüht, den Geist und die architektonischen Merkmale des Bahnhofsdepots, von dem es inspiriert ist, getreu wiederzugeben. Dank der wertvollen Unterstützung der Archive der SBB, der Stadt Lausanne und mehrerer Privatsammlungen hat umfangreiche dokumentarische Forschung es ermöglicht, eine sofort erkennbare Architektur nachzubilden, die auf den ersten Blick an dieses mythische Archiv erinnert, das inzwischen verschwunden ist.

Durch dieses Projekt vereint das Schweizerische Museum für Live-Steam Modelling das Eisenbahngedächtnis, das architektonische Erbe und die Leidenschaft für den Modellbau in einem Ort, der für die Konservierung, Präsentation und Bewegung außergewöhnlicher Sammlungen konzipiert ist.

EIN AUSSERGEWÖHNLICHES GEBÄUDE

Zwischen 1909 und 1911 westlich des Bahnhofs Lausanne erbaut, veranschaulichte dieses Lokomotivdepot die tiefgreifenden Veränderungen der Eisenbahn zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts. Angesichts des raschen Verkehrsanstiegs und der Anzahl der Lokomotiven errichtete die SBB ein großes, rationales Gebäude mit besonders moderner technischer Ausrüstung.

Im Gegensatz zu traditionellen Depots, die um eine Rotunde und eine Platte organisiert sind, organisiert
Die in Lausanne bestand aus großen rechteckigen Hallen. Lokomotiven konnten dank eines elektrischen Transfertrolleys, der etwa 130 Tonnen tragen konnte, von einem Gleis zum anderen bewegt werden. Dieses Gerät erleichterte das Manövrieren und nutzte den verfügbaren Platz effizient.

Die bemerkenswerteste Innovation betraf jedoch die Behandlung der Dampfdämpfe. Die Nähe der Stadt und Montbenon bedeutete, dass die Belästigungen begrenzt werden mussten. Die Ingenieure entwickelten ein System, bei dem die Dämpfe eingesaugt und dann durch Wasserinjektion gespült wurden, bevor sie durch hohe Schornsteine evakuiert wurden. Noch außergewöhnlich in der Schweiz zu jener Zeit, zeugte dieser Prozess von einem frühen Wunsch, die Aktivität zu versöhnen
Technischer Fortschritt und das städtische Umfeld.

Werkstätten, Lager, Wartungseinrichtungen und Personalunterkünfte vervollständigten diesen Komplex, der als echte „Maschine“ im Dienst der Eisenbahn dienen sollte.

Die hier präsentierte Nachbildung im Maßstab 1/4 stellt das Erscheinungsbild dieses emblematischen Gebäudes wieder her,
Erleben Sie mehr als ein Jahrhundert Eisenbahngeschichte.

EINE ANSPRUCHSVOLLE UND MASSGESCHNEIDERTE KONSTRUKTION

Der Bau des Schweizerischen Museums für Live-Steam-Modellierung erforderte einen technischen, präzisen und respektvollen Ansatz gegenüber dem Eisenbahnerbe. Jede Phase des Projekts wurde darauf ausgelegt, die Einschränkungen des Betriebs des Schweizer Vapeur Parc, die Integration des Gebäudes in seine Umgebung und die getreue Reproduktion der Architektur des historischen Depots, von dem es inspiriert ist, auszugleichen.

Spezifische Bauentscheidungen haben es ermöglicht, dieses emblematische Gebäude an die Bedürfnisse eines modernen Museums anzupassen und dabei seinen Eisenbahncharakter zu bewahren. Das Ergebnis ist ein einzigartiges Gebäude, das speziell entworfen wurde, um die Sammlungen der Stiftung zu beherbergen, zu bewahren und zu präsentieren.

Finanzielle Unterstützung

Das Gebäude- und Museumsprojekt wird zudem durch zahlreiche private Spenden unterstützt.